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AUSBILDUNGS- UND PRAKTIKUMSBÖRSE

(27.01.) Aktuelles zur Grundsteuerreform

Wie berichtet, hat das Land Hessen im Dezember das Hessische Grundsteuergesetz und zwischenzeitlich ein Informationsportal zu diesem Thema mit FAQ aufgebaut. Nach eigenen Angaben ist das Hessische Modell für den Steuerbürger einfach und verständlich, so dass eine steuerberatende Vertretung aus Sicht des Landes bei der Abgabe der Feststellungserklärung in der Vielzahl der Fälle als nicht erforderlich erachtet wird. Gleichwohl wenden sich bereits jetzt viele Mandanten auch bei dieser Thematik vertrauensvoll an ihre Steuerberater. Damit steht der Berufsstand inmitten einer durch die Pandemie ohnehin äußerst angespannten Arbeitssituation nun vor einer weiteren Mammutaufgabe. Äußerst problematisch: Die Rahmenbedingungen zur Umsetzung – insbesondere die Fristen zur Abgabe der Erklärungen -  erfordern dringlich Nachbesserungen, damit die gesetzlichen Vorgaben reibungslos erfüllt werden können. Hierauf hat die Bundessteuerberaterkammer mit Eingaben an das Bundesfinanzministerium an das Bundesfinanzministerium wiederholt und nachdrücklich hingewiesen. Den Forderungskatalog der BStBK finden Sie hier. Auch auf Landesebene sind wir aktuell im intensiven Austausch mit den Entscheidungsträgern. Folgende Punkte bedürfen aus unserer Sicht einer dringenden Klärung. 

  • Die Frist für die Abgabe der Feststellungserklärungen muss für alle steuerlich Vertretene auf Ende 2023 verlängert werden.
  • Verwaltungsseitig müssen die technischen Möglichkeiten geschaffen werden, um Daten, die für die Berechnung der Grundsteuer benötigt werden und die in den verschiedenen Verwaltungen  zugänglichen Verzeichnissen verfügbar sind, austauschen zu können. Dabei sind die Daten aus Kataster-, Vermessungs- und Grundbuchämtern besonders relevant, weil sie die wohl grundlegendsten Informationen für die Ermittlung der Grundsteuer bereitstellen. Die hierzu eigens geplante bundesweite Liegenschafts- und Grundstücksdatenbank „LANGUSTE“ ist nach unserer Kenntnis in erheblichem Verzug und soll erst nach dem Einreichungszeitraum der Feststellungserklärungen bereitstehen. Steuerberatern muss daher die Möglichkeit eingeräumt werden, stellvertretend für ihre Mandanten auf diese bereits behördlich erfassten Grundstücksdaten unentgeltlich elektronisch zugreifen zu können. Die Schaffung einer solchen Zugriffsmöglichkeit auf grundsteuererhebliche Daten halten wir für unerlässlich, um die Abgabe der Feststellungserklärungen überhaupt ermöglichen zu können. Dabei sind insbesondere ein elektronischer Zugriff auf Daten von Kataster-, Vermessungs- und Grundbuchämtern sowie des Bodenrichtwertinformationssystems wesentlich.
  • Auch wenn ein Rückgriff auf die in der Vollmachtsdatenbank hinterlegten Vollmachten verwaltungsseitig nicht möglich sein wird, sollte eine bestehende Empfangsvollmacht im Rahmen der Feststellung von Grundsteuerwerten ausschließlich in den hierfür vorgesehenen Feldern der Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwertes angezeigt werden. Eine zusätzliche Einreichung einer Empfangsvollmacht beim Finanzamt darf es nicht geben. Gleichermaßen ist es essentiell, dass die gegenüber der Finanzverwaltung angezeigte Vollmacht auch befreiende Wirkung gegenüber der Kommune und den übrigen Verwaltungen entfaltet.
  • Verwaltungsintern sollte sichergestellt werden, dass die Anzeige einer Empfangsvollmacht im ELSTER-Datensatz inklusive der Adressdaten des beteiligten Steuerberaters auch an die betroffene Kommune weitergereicht und dort verwendet wird. Der Steuerberater sollte den von der Kommune erlassenen Grundsteuerbescheid erhalten, ohne der Kommune gesondert eine Vollmacht zukommen zu lassen. Ansonsten wäre der Vereinfachungseffekt, dass das Vorliegen einer Vollmacht ausschließlich in der Feststellungserklärung angezeigt werden soll, schlichtweg sinnlos.
  • Die Vergütung dieser steuerberatenden Dienstleistung muss im angemessenen Verhältnis zum Arbeitsanfall stehen. Hierzu werden wir unseren Mitgliedern in den nächsten Tagen eine Einschätzung der StBK Hessen zukommen lassen.

StBK Hessen – Vertretung und Unterstützung für 9.000 qualifizierte und leistungsstarke Steuerberater

Unsere Mitglieder sind Hessens rund 9.000 niedergelassene Steuerberaterinnen und Steuerberater, die ihren Beruf unabhängig, zuverlässig und vorausschauend ausüben. Durch die gesetzlich geschützte Verschwiegenheit, die staatlich geprüfte Kompetenz und die langjährige detaillierte Kenntnis der wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse ihrer Mandanten haben sie eine besondere Vertrauensstellung. Darauf basierend beraten und vertreten sie partnerschaftlich in allen steuerlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten.


Wir, die StBK Hessen,

  • fördern den steuerberatenden Beruf und vertreten die Interessen unserer Mitglieder
  • sichern die Qualität in der Aus- und Fortbildung und setzen Standards
  • sind Dienstleister unserer Mitglieder und fördern aktiv Innovation und Wissenstransfer
  • nehmen hoheitliche Aufgaben wahr und sind sachverständiger Berater des Staates
  • integrieren ein starkes Ehrenamt mit hoher Fachkompetenz und entlasten somit den Staat
  • führen die Berufsaufsicht und leisten damit einen Beitrag zu wirksamem Verbraucherschutz

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