Steuerberater/innen für die Grundsteuererklärung gesucht

Die StBK Hessen wurde von Mitgliedern angefragt, ob es Kollegen mit freien Kapazitäten und entsprechender Spezialisierung auf die Deklarationsaufgaben im Rahmen der Grundsteuerreform gibt, so dass diese bei entsprechenden Mandantenanfragen auf die Kollegen verweisen können. Wenn Sie hieran Interesse haben, können Sie sich nachfolgend registrieren:

Steuerberater/innen für die Grundsteuererklärung gesucht


(06.05.) Aktueller Stand

Die Reform der Grundsteuer mit sehr knappen Fristen steht vor der Tür: Die neuen Grundstückswerte müssen auf den 1. Januar 2022 festgestellt werden. Die Finanzverwaltung sieht vor, dass zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober 2022 die Feststellungserklärungen elektronisch abgegeben werden müssen. Die Erklärungen selbst sind vielleicht das geringere Problem, aber die notwendigen Daten müssen beschafft werden. Die StBK Hessen macht sich dafür stark, dass die Deklarationsarbeiten für die Berufsangehörigen möglichst einfach werden. Weitere Infos:

Seitens des Ministeriums ist ein Anwendungserlass in enger Abstimmung mit der StBK Hessen geplant. Hierzu wurde eine Umfrage gestartet, an der sich über 500 Mitglieder beteiligt haben. Die Fragen und Anregungen wurden von der StBK Hessen an das Hessische Finanzministerium und an die Oberfinanzdirektion weitergeleitet.

Für den 19.05. um 14:00 Uhr plant die StBK Hessen eine Online-Fragerunde mit der OFD. Der Steuerberaterverband Hessen ist Mitveranstalter. Anmeldemöglichkeit ab dem 11.05. auf dieser Sonderseite.

Eine Fristverlängerung für die Deklaration wurde auf Bundes- und Landesebene vehement eingefordert. Diese ist jedoch nach Auskunft des Hessischen Finanzministeriums (HMdF) nicht vorgesehen. Das Antwortschreiben des HMdF mit Begründung und weiteren Hinweisen finden Sie hier.

Die StBK Hessen erreicht immer wieder die Anfrage, ob der § 24 Abs. 1 Nr. 11 StBVV wie vom Berufsstand vorgeschlagen kommen wird. Hierzu gibt es aktuell noch keine neue Info, wie uns die BStBK mitgeteilt hat. Unabhängig davon steht es jedem Berufsangehörigen frei im Rahmen einer Gebührenvereinbarung gemäß § 4 StBVV ein Pauschalhonorar oder eine Zeitgebühr zu vereinbaren.


StBV Hessen: Fachtagung "Rund um den Grund"

Der StBV Hessen bietet am 31.05.22 einen Fachtag zur Grundsteuerreform an. Weitere Infos zu der kostenpflichtigen Veranstaltung finden Sie hier


Informationen für Steuerberaterinnen und Steuerberater

(04.04.) Das Land Hessen hat Informationen rund um die Grundsteuerreform speziell für Steuerberaterinnen und Steuerberater veröffentlicht. Unter anderem wird Stellung zur Frage der Vollmachten genommen: 

  • „Alle, die zum Stichtag 1. Januar 2022 Eigentümerin oder Eigentümer eines unbebauten oder bebauten Grundstücks, einer Eigentumswohnung oder eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft oder auch nur einzelner land- und forstwirtschaftlicher Flächen sind, haben eine Erklärung zum Grundsteuermessbetrag abzugeben - und damit auch ein Großteil der steuerlich beratenen Bürgerinnen und Bürger. Erklärungspflichtig sind auch Erbbauberechtigte im Falle eines Erbbaurechts, Wohnungserbbaurechts oder Teilerbbaurechts sowie Eigentümerinnen oder Eigentümer des Grund und Bodens bei Gebäuden auf fremden Grund und Boden.
  • Die Abgabe der Erklärung zum Grundsteuermessbetrag erfolgt unter dem bisherigen 16-stelligen Einheitswertaktenzeichen.
  •  Ab 1. Juli 2022 wird Ihnen in »Mein ELSTER« eine kostenlose und sichere Möglichkeit für die elektronische Übermittlung der Erklärung angeboten. Alternativ können Sie Angebote kommerzieller Hersteller nutzen, deren Produkt die elektronische Übermittlung der Erklärung über die ERiC-Schnittstelle (Elster Rich Client) ermöglicht. Eine solche Leistung ist herstellerabhängig und wir bitten, dies bei den Anbietern anzufragen.
  • Die Nutzung der Vollmachtsdatenbank der Steuerberaterkammer ist für Zwecke der Grundsteuer derzeit leider nicht möglich. Vertretungs- und Bekanntgabevollmachten, die den Finanzämtern in der Vergangenheit für die Einheitswertfeststellung und die Festsetzung des Grundsteuermessbetrags angezeigt wurden, gelten nicht für die Erklärung zum Grundsteuermessbetrag. Bitte zeigen Sie bestehende Empfangsvollmachten für die neue Rechtslage ausschließlich in den hierfür vorgesehenen Feldern der Erklärung zum Grundsteuermessbetrag an. Bitte reichen Sie keine separaten Schreiben zur Bekanntgabe einer Empfangsvollmacht beim Finanzamt ein.“

Weitere Infos des Landes Hessen zu diesem Thema finden Sie hier.


Verbot der Erstellung der Erklärungen zur Feststellung der Grundsteuerwerte durch Dritte

Im Rahmen der Tätigkeit der Kammer wurden seit Jahresbeginn vermehrt Anfragen zur Befugnis von Dritten zur Erstellung der Steuererklärungen im Zusammenhang mit der Grundsteuerreform gestellt.

Nach Auffassung der Steuerberaterkammer Hessen handelt es sich bei der Erstellung der Erklärungen um eine Vorbehaltsaufgabe. Daher sind grundsätzlich nur Angehörige der steuerberatenden Berufe zur Erstellung der Erklärungen sowie zur Prüfung der Bescheide befugt.
Eine enge Ausnahme vom Verbot des § 5 StBerG besteht nach § 4 Nr. 4 StBerG für Grundstücks- und Hausverwalter, für die von ihnen verwalteten Objekte. Bei Eigentümergemeinschaften sind sie nur dann befugt, wenn sie neben der Verwaltung des Gemeinschaftseigentums auftragsgemäß auch das Sondereigentum für die jeweiligen Eigentümer verwalten. Soweit das Sondereigentum nicht von der Verwaltung umfasst ist, scheidet eine Ausnahme aus, so dass es auch hier beim grundsätzlichen Verbot zur Hilfeleistung in Steuersachen verbleibt.

Die Steuerberaterkammer Hessen behält sich vor Verstöße gegen das Verbot des § 5 StBerG nach wettbewerbsrechtlichen Vorschriften zu verfolgen.


Entwurf einer Vierten Verordnung zur Änderung der Steuerberatervergütungsverordnung

Die Bundessteuerberaterkammer hat am 11.03.2022 eine Stellungnahme zum o.g. Verordnungsentwurf gegenüber dem BMF abgegeben. Diese Stellungnahme finden Sie hier.


Grundsteuerreform und Steuerberatervergütungsverordnung

Die StBK Hessen hat Anfragen von Mitgliedern erreicht, die bereits jetzt Hinweise zur Gebührenermittlung im Rahmen der Grundsteuerreform benötigen, um mit entsprechenden Angeboten auf ihre Mandanten zugehen zu können. Auch wenn eine Stellungnahme der Bundessteuerberaterkammer aktuell noch aussteht, möchten wir Ihnen nachfolgend bereits erste Hinweise dazu geben, wie die Feststellungserklärungen auf Basis der Steuerberatervergütungsverordnung zu vergüten sind. Grundsätzlich stellt die einschlägige Abrechnungsnorm des § 24 Abs. 1 Nr. 11 StBVV auf den „erklärten Wert“ als Gegenstandswert ab.

Dies ist grundsätzlich in den Fällen, in denen die Immobilie in einem Bundesland liegt, das das Bundesmodell (Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Saarland (mit abweichender Steuermesszahl), Sachsen (mit abweichender Steuermesszahl) oder das modifizierte Flächenmodell (Baden-Württemberg) anwendet, unkritisch, da in diesen Fällen ein Grundsteuerwert ermittelt wird.

Anders ist hingegen in Ländern, die auf ein Flächenmodell (Bayern, Hessen) bzw. auf ein Flächen-Lage-Modell (Hamburg, Niedersachsen) abstellen, die Vorschrift weniger geeignet, da hier Äquivalenzzahlen herangezogen werden, die sich zur Honorarbemessung nicht eignen (oder lediglich zur Anwendung des Mindestgegenstandswertes führen).

Vor diesem Hintergrund hat sich der Ausschuss 21 (Steuerberatervergütungsrecht) mit dem Thema beschäftigt und bereits Anfang des Jahres 2022 eine Neuregelung der StBVV angestoßen. Dieser Regelungsvorschlag ermöglicht die einfache Berechnung von Grundsteuerwerten in allen Bundesländern und damit ein Festhalten an bewährter Regelungssystematik. Der Vorschlag der Bundessteuerberaterkammer sieht wie folgt aus:

§ 24 Abs. 1 Nr. 11 StBVV wird wie folgt gefasst: „11. Der Erklärung zur Feststellung nach dem Bewertungsgesetz, oder dem Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, vorbehaltlich der Nr. 11 a, 1/20 bis 18/20 einer vollen Gebühr nach Tabelle A (Anlage 1); Gegenstandswert ist der erklärte Wert, jedoch mindestens 25.000 Euro ….“

Ergänzend soll nunmehr ein neuer § 24 Abs. 1 Nr. 11 a eingeführt werden, der wie folgt gefasst wird: „11a. der Erklärung im Zusammenhang mit dem ab dem Jahr 2025 anzuwendenden Grundsteuerrecht 1/20 bis 18/20 einer vollen Gebühr nach Tabelle A (Anlage 1); Gegenstandswert ist der Grundsteuerwert bzw. in Bundesländern, in denen ein solcher Wert nicht ermittelt wird, der Grundsteuermessbetrag dividiert durch die Grundsteuermesszahl des Bundesmodells gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a GrStG, jedoch mindestens 25.000 Euro; (…)“

Ob dieser Regelungsvorschlag der Bundessteuerberaterkammer seitens des Gesetzgebers übernommen wird, ist bisher noch nicht geklärt. Sollte sich bis zum 30.3. 2022 herausstellen, dass die von der Bundessteuerberaterkammer vorgeschlagene Änderung der Vergütungsordnung nicht zeitnah umgesetzt wird, wird die Steuerberaterkammer Hessen den Berufsangehörigen in Hessen für die vom Flächenmodell betroffenen Grundstücke in Hessen, Bayern, Hamburg und Niedersachsen eine entsprechende Empfehlung geben. Unabhängig davon steht es jedem Berufsangehörigen frei im Rahmen einer Gebührenvereinbarung gemäß § 4 StBVV ein Pauschalhonorar oder eine Zeitgebühr zu vereinbaren.


Informationsportal Land Hessen

  • Das Hessische Grundsteuergesetz finden Sie hier
  • Hier geht es zum Informationsportal mit FAQ des Landes Hessen.  
  • Den Forderungskatalog der BStBK finden Sie hier