Sonstige berufliche Zusammenschlüsse

Sonstige berufliche Zusammenschlüsse nach § 56 StBerG

Steuerberater und Steuerbevollmächtigte dürfen sich mit anderen Steuerberatern und Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfern, vereidigten Buchprüfern, Mitgliedern einer Rechtsanwaltskammer und der Patentanwaltskammer zur gemeinschaftlichen Berufsausübung im Rahmen der eigenen beruflichen Befugnisse verbinden. Mit Rechtsanwälten, die zugleich Notare sind, darf diese Verbindung nur bezogen auf die anwaltliche Berufsausübung eingegangen werden. Im Übrigen richtet sich die Verbindung mit Rechtsanwälten, die zugleich Notare sind, nach den Bestimmungen und Anforderungen des notariellen Berufsrechts.

Sozietäten und Partnerschaftsgesellschaften werden in das von der Steuerberaterkammer geführte Berufsregister eingetragen (§ 46 Nr. 1 e DVStB). Bitte übersenden Sie unserer Kammer daher eine Kopie des Gesellschaftsvertrages sowie – im Falle der Partnerschaftsgesellschaft – der Eintragungsmitteilung des Partnerschaftsregisters. Zwar müssen Sozietätsverträge nicht zwingend schriftlich geschlossen werden, doch empfiehlt der Kammervorstand bereits aus Dokumentations- und Beweisgründen die schriftliche Abfassung des Gesellschaftsvertrages.
Bitte unterrichten Sie die Steuerberaterkammer auch über Veränderungen in den Gesellschaftsverhältnissen bereits bestehender Zusammenschlüsse (§ 56 Abs. 4 StBerG).


Hier können Sie das Muster einer Partnerschaftsgesellschaft bzw. einer Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung abrufen:

Unter diesem Link können Sie den Mustervertrag des DWS-Verlages zur Sozietät abrufen (kostenpflichtig):  https://www.dws-verlag.de/muster-eines-sozietaetsvertrages-fuer-eine-sozietaet-in-der-rechtsform-einer-gbr-36.html

Steuerberater und Steuerbevollmächtigte dürfen mit anderen Steuerberatern und Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfern, vereidigten Buchprüfern, Mitgliedern einer Rechtsanwaltskammer und der Patentanwaltskammer, den in § 3 Nr. 2 und 3 StBerG genannten Vereinigungen, Lohnsteuerhilfevereinen, Vereinen im Sinne des § 4 Nr. 8 StBerG und Gesellschaften und Personenvereinigungen im Sinne des § 155 Abs. 1 StBerG eine Bürogemeinschaft bilden.

Auch eine Bürogemeinschaft wird in das Berufsregister der Steuerberaterkammer eingetragen (§ 46 Nr. 1 e DVStB).

Bitte teilen Sie unserer Kammer daher das Bestehen einer Bürogemeinschaft schriftlich oder per E-Mail mit.  

Ein Zusammenschluss im Sinne § 56 Abs. 1, 2 StBerG mit ausländischen Berufsangehörigen, die ihre berufliche Niederlassung im Ausland haben, ist zulässig, wenn diese im Ausland einen den in § 3 Nr. 1 StBerG genannten Berufen in der Ausbildung und den Befugnissen vergleichbaren Beruf ausüben und die Voraussetzungen für die Berufsausübung den Anforderungen dieses Gesetzes im Wesentlichen entsprechen.

Steuerberater und Steuerbevollmächtigte dürfen eine auf einen Einzelfall oder auf Dauer angelegte berufliche Zusammenarbeit, der nicht die Annahme gemeinschaftlicher Aufträge zugrunde liegt, mit Angehörigen freier Berufe im Sinne des § 1 Abs. 2 des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes sowie von diesen gebildeten Berufsausübungsgemeinschaften eingehen (Kooperation). Sie sind verpflichtet sicherzustellen, dass bei der Kooperation ihre Berufspflichten eingehalten werden. Ist dies nicht gewährleistet, muss die Kooperation unverzüglich beendet werden.

Kooperationen werden in das Berufsregister der Steuerberaterkammer nicht eingetragen. Kooperationen zwischen Steuerberatern und gewerblich tätigen Personen sind berufsrechtlich nicht zulässig.

Mit Rechtsanwälten, die zugleich Notare sind, darf diese Verbindung nur bezogen auf die anwaltliche Berufsausübung eingegangen werden. Im Übrigen richtet sich die Verbindung mit Rechtsanwälten, die zugleich Notare sind, nach den Bestimmungen und Anforderungen des notariellen Berufsrechts.