Newsletter 2|20.01.2021

Durch Anpassungen soll die Überbrückungshilfe III und deren Beantragung deutlich einfacher und die Förderung einem größeren Kreis an Unternehmen zur Verfügung stehen. Außerdem soll die Neustarthilfe für Selbstständige verbessert und die besonderen Herausforderungen des Einzelhandels berücksichtigt werden. Dies teilt das BMF mit einem Schreiben mit und greift damit zentrale Forderungen auf, die auch die StBK Hessen immer wieder nachdrücklich an die Politik herangetragen hat. Dies gilt insbesondere für die Anregungen zu der Abschreibungsmöglichkeit des Warenbestandes (Saisonware) und die Anregungen zur Anwendung der beihilferechtlichen Regelungen, der Kleinbeihilfen und der De-minimis-Verordnung.

Zu den wichtigsten Änderungen zählen unter anderem:

Zugang zur Überbrückungshilfe III wird vereinfacht und erweitert

  • Antragsberechtigung bei Umsatzeinbruch in einem Monat von mindestens 30 Prozent
  • Für Unternehmen mit Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. Euro

Fördervolumen und Abschlagshöhe werden erhöht

  • Bis zu 1,5 Mio. Euro Überbrückungshilfe pro Monat
  • Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro
  • Überbrückungshilfe III auch für November und Dezember 2020

Gezielte Regelungen für besonders betroffene Branchen

  • Einzelhandel: Abschreibungen auf Saisonware können zu 100 Prozent als Fixkosten angesetzt werden
  • Reisebranche: Umfassende Berücksichtigung von Kosten und Umsatzausfällen durch Absagen und Stornierungen

Hilfen für Soloselbstständige deutlich verbessert

  • Neustarthilfe auf einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes verdoppelt
  • Maximale Betriebskostenpauschale auf 7.500 Euro erhöht

Das BMF-Schreiben (19.01.2021) finden Sie auf unserer Corona-Sonderseite.