Newsletter 16|11.11.2021

Das Land Hessen hat mit Wirkung ab dem 11.11.2021 die Corona-Verordnung angepasst. Hiernach besteht für Personen, die nicht über einen Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder 2 verfügen und im Rahmen ihrer beruflichen Beschäftigung regelmäßig im direkten Kontakt zu externen Personen stehen, die Pflicht, die nach § 4 Abs. 1 der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung kostenfrei angebotenen Tests wahrzunehmen oder zweimal pro Woche anderweitige Antigen-Schnelltests durchführen zu lassen. Nachweise über die durchgeführten Testungen sind für die Dauer von mindestens zwei Wochen aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen. Nach telefonischer Auskunft der Hotline des Landes Hessen gilt diese Bestimmung auch für Steuerberaterkanzleien mit entsprechendem Kundenkontakt.

  • Die Verordnung des Landes Hessen finden Sie hier.
  • Die gültige Arbeitsschutzverordnung finden Sie hier

Die BStBK hat eine Stellungnahme zum o.g. Thema gegenüber dem BMF abgegeben und dazu Folgendes ausgeführt:

"Wir begrüßen ausdrücklich, dass das BMF zeitnah und vor Ablauf der Frist für den Antrag auf Ausübung der Option zur Körperschaftsbesteuerung ein Schreiben veröffentlicht, mit dem Zweifelsfragen zur neuen Vorschrift des § 1a KStG geklärt werden sollen. Dies ist im Sinne der Steuerpflichtigen, die vor der Ausübung der Option sehr genau über die damit verbundenen Anforderungen und Konsequenzen informiert sein müssen.

Bei einer vollkommen neuen Norm liegt es in der Natur der Sache, dass zu Beginn noch nicht alle möglichen Fragen und Probleme offensichtlich sind und beantwortet bzw. gelöst werden können. Unsere anliegende Stellungnahme greift daher nur einige grundsätzliche Aspekte auf.

Ein wesentliches Problem bleibt in jedem Fall bestehen: Die Entscheidung des Gesetzgebers, die Option zur Körperschaftsbesteuerung als fiktiven Formwechsel auszugestalten, verstellt den Unternehmen den Weg in die Option, die aus unterschiedlichen Gründen auch keinen „echten“ Formwechsel vornehmen wollen oder können. Unserer Einschätzung nach wird es daher nur in wenigen Fällen tatsächlich zur Ausübung der Option kommen und zwar gerade durch solche Personengesellschaften, die heute bereits die Thesaurierungsbegünstigung des § 34a EStG in Anspruch nehmen. Die Neuregelung geht damit an den Bedürfnissen des kleineren Mittelstandes vorbei. Daher halten wir eine möglichst zügige Reform der Thesaurierungsbegünstigung, wie sie in der Vergangenheit bereit."

Die Stellungnahme finden Sie hier.

Jetzt noch für die Auszeichnung 2022 bewerben! Die Bewerbungsfrist endet am 31.12.2021!
Sie möchten sich als attraktiven Arbeitgeber präsentieren? Dann lassen Sie sich auszeichnen! Mit dem Preis AUSGEZEICHNETER ARBEITGEBER würdigt die StBK Hessen auch im Jahr 2022 besonders mitarbeiterorientierte Steuerberaterkanzleien.

Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen des Kammertages 2022 statt.

Die Auszeichnung wird in den Kategorien bis 10 Mitarbeiter, 11-50 Mitarbeiter und über 50 Mitarbeiter vergeben. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder der StBK Hessen. Die Preiswürdigkeit Ihrer Kanzlei wird von einer Jury auf Grundlage einer Selbstdarstellung und einem Auswahlgespräch bewertet. Weitere Infos hier.

Im September starteten die ersten Vorbereitungskurse zur Fortbildung „Fachassistent*in Digitalisierung und IT-Prozesse“, kurz FAIT. Die neue Fortbildungsmöglichkeit bietet Mitarbeiter/innen neue Aufstiegschancen und unterstützt die Digitalisierung der Steuerberaterkanzleien.

Aber welchen Mehrwert bietet die neue Fortbildung konkret? Was sind die Tätigkeitsschwerpunkte im Kanzleialltag? Um dem Berufsstand kurz und knapp diese und weitere zentrale Fragen zu beantworten, veröffentlichte die BStBK ein kurzes Video zum FAIT als Teil der Nachwuchskampagne „Mehr als du denkst“. Das Video finden Sie hier.

Zudem hat die BStBK den Startschuss zum FAIT als Anlass genommen, eine umfassende Grafik aller Fortbildungsmöglichkeiten für Steuerfachangestellte zu erstellen. So finden Interessierte alle Zukunftschancen nach der Ausbildung auf einen Blick. Die Grafik finden Sie hier.

Diese und viele weiter Informationen sind ebenfalls auf unserer Website veröffentlicht.

Mit verschiedenen Strukturmaßnahmen (insgesamt vier sog. „SMART“-Maßnahmenpaketen) möchte sich die Hessische Steuerverwaltung zukunftsfähig aufstellen und fachliche Kompetenzen bündeln. Hierzu hat die OFD Frankfurt der StBK Hessen Folgendes mitgeteilt:

  • Entsprechend der neu gefassten Verordnung über die Zuständigkeiten der hessischen Finanzämter (ZustVOFÄ) werden die Umstrukturierungsmaßnahmen in Bezug auf die Regionalisierung der Zuständigkeiten für das Lohnsteuer-Anmeldeverfahren zum Stichtag 01.12.2021 in der beigefügten Anlage 1 erläutert.
  • Entsprechend der neu gefassten Verordnung über die Zuständigkeiten der hessischen Finanzämter (ZustVOFÄ) werden die Umstrukturierungsmaßnahmen in Bezug auf die Zentralisierung der gesonderten Feststellung des gemeinen Werts nichtnotierter Anteile an Kapitalgesellschaften und des Betriebsvermögens für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer (ZAB)  zum Stichtag 01.01.2022 in der beigefügten Anlage 2 erläutert.
  • Entsprechend der neu gefassten Verordnung über die Zuständigkeiten der hessischen Finanzämter (ZustVOFÄ) werden die Umstrukturierungsmaßnahmen in Bezug auf die Einrichtung von zentralen Standorten zur Prüfung von Größtbetrieben und Konzernen zum Stichtag 01.01.2022 in der beigefügten Anlage 3 erläutert.
  • Entsprechend der neu gefassten Verordnung über die Zuständigkeiten der hessischen Finanzämter (ZustVOFÄ) werden die Umstrukturierungsmaßnahmen in Bezug auf die Verlagerung der Arbeitnehmerveranlagung zum Stichtag 01.12.2021 in der beigefügten Anlage 4 erläutert.

Nach Auskunft der OFD sind die jeweiligen Finanzämter weiterhin unter den bekannten Telefon- und Telefax-Nummern erreichbar.