Newsletter 11|03.06.2020

Achtung! - Umstellung der VDB in den Eigenbetrieb der BStBK zum 01.07.2020

Bitte unbedingt die Frist zur Vertragsumstellung bis zum 30.06.2020 beachten, um bestehende Vollmachten im Rahmen der VDB zu erhalten!

Zum 1. Juli 2020 übernimmt die BStBK die Vollmachtsdatenbank in den Eigenbetrieb. Die DATEV eG fungiert künftig nur noch als technischer Dienstleister der Bundessteuerberaterkammer. Alle VDB-Nutzer, die sich über einen Berufsregistereintrag einer Steuerberaterkammer für die Vollmachtsdatenbank registriert haben, müssen bis zum 30.06.2020 einen neuen Vertrag mit der Bundessteuerberaterkammer abschließen. Die Preise für die Nutzung der Vollmachtsdatenbank bleiben unverändert bestehen. Wird der Vertrag erst nach dem 30.06.2020 abgeschlossen, müssen gegebenenfalls die bisher bestehenden Vollmachten erneut in die Vollmachtsdatenbank eingestellt und übermittelt werden. Über die Einzelheiten der Vertragsumstellung können Sie sich bei Aufruf der Vollmachtsdatenbank, auf der Kammerhomepage sowie auch unter dem nachfolgenden Link informieren: http://www.datev.de/info-db/1008367.

Frau Kathi-Gesa Klafke, Rechtsanwältin der jura ratio Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, hat im Auftrag der Steuerberaterkammer Hessen ein Gutachten zur sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung freier Mitarbeit von Berufsträgern (Steuerberatern) erstellt, das im Mai 2020 aktualisiert wurde und das wir Mitgliedern zur Verfügung stellen.

Um dieses Gutachten angezeigt zu bekommen, loggen Sie sich bitte vorher als Mitglied hier ein.

Das Gutachten finden Sie, nach dem Login, auf unserer Website unter Berufsrecht: Aktuelle Themen.

Die Bundessteuerberaterkammer teilte mit Rundschreiben vom 27.05.2020 mit, dass die Rentenversicherungsträger ab dem 2. Juni 2020 die seit Mitte März dieses Jahres ausgesetzten Betriebsprüfungen bei Arbeitgebern und Steuerberatern vor Ort wieder aufnehmen. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hatte sich im Vorweg mit der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) ins Benehmen gesetzt, um die aktuelle Situation in den Steuerberaterkanzleien zu erfragen.

Die DRV verweist in „summa summarum - Newsletter zur Wiederaufnahme der Betriebsprüfungen vor Ort“ auf die im Folgenden dargestellte Vorgehensweise, auf die die BStBK auch in ihrem FAQ-Katalog zur Corona-Krise (Frage 27) hinweist.

Nach der Aufhebung einer Reihe von Kontaktbeschränkungen in den vergangenen Wochen haben die Rentenversicherungsträger beschlossen, ab dem 2. Juni 2020 wieder Betriebsprüfungen vor Ort durchzuführen. Vorrangig werden dabei Arbeitgeber mit 20 und mehr Beschäftigten und Steuerberater angesprochen.

Die Prüfer werden in jedem Fall zunächst telefonisch mit dem Arbeitgeber oder Steuerberater Kontakt aufnehmen. Abgesehen von einer möglichen Terminabsprache geht es der DRV Bund dabei darum,

  • vor dem Hintergrund einer bei vielen Arbeitgebern und Steuerberatern möglichen Belastungs- oder Krisensituation einen verbindlichen, persönlichen Kontakt zwischen dem Prüfer und dem Verantwortlichen herzustellen,
  • ggf. Corona-bedingte Verschiebungswünsche in Erfahrung zu bringen,
  • Informationen über die örtlichen Bedingungen und die Einhaltung des Arbeitsschutzes einzuholen
  • Informationen über Möglichkeiten zu vermitteln und einzuholen, ob und wie ein Vor-Ort-Aufenthalt auf ein zeitliches Minimum begrenzt werden kann (z. B. Teilnahme an der euBP, Abholung/Zusendung von Unterlagen).

Wünschen der Arbeitgeber und Steuerberater nach einer Verschiebung der Prüfung wegen der Corona-Krise wird entsprochen. Steuerberater sollten – soweit noch nicht geschehen – den Einsatz der elektronisch unterstützten Betriebsprüfung (die euBP) in der Sozialversicherung ausloten. Durch die euBP lässt sich die Prüfung vor Ort auf ein Mindestmaß begrenzen bzw. unter Umständen sogar ganz vermeiden. Ab dem 1. Januar 2023 wird die euBP hinsichtlich der Lohndaten mit einer Übergangfrist verpflichtend eingeführt.